• Die Entstehung der Harlekin Konstanz

    Im Herbst des Jahres 2010 ergab es sich, dass die Brüder Dominik und Benjamin Greis, nach einer langen und erfreulichen Mitgliedschaft bei der Laugelegumperzunft Konstanz, neue Wege ersannen die Menschen zur Fasnachtszeit zu belustigen und den Winter aus unserer schönen Stadt zu vertreiben.

    Zusammen mit Marc-Phillip Greis entstanden die ersten Ideen, Skizzen und Zeichnungen zum Häs und der Maske. Aussehen, Geschichte und Auftreten der Zunft sollten sich nicht nur an der Geschichte der Stadt Konstanz orientieren, sondern auch unseren Spaß und unsere Freude an der Fasnacht den Menschen näher bringen.

    So formte sich nach und nach die Idee des Harlekin, als Reisender Gaukler am Hofe König Sigismunds der mit seinem Schalk und seiner Akrobatik das Volk erfreut und der Obrigkeit einen Spiegel vorhält.

    Der Prototyp der Maske wurde aus Modeliermasse geformt und anschließend von Andreas Greis aus Holz geschnitzt. Da der Kopf des Präsidenten für die Maße hat hinhalten müssen, leiden die Harlekin seither auch psychisch an seinem Dickschädel. Die Maske wurde lediglich gebeizt und mit einem Lack versiegelt um das Holz der Maske hervorzuheben.

    Das erste Harlekinhäs wurde auf dem Papier entworfen und von einer schweizer Schneiderin umgesetzt. Die Gugel wurde in nächtelanger Heimarbeit selbst geschneidert, was auch die hohe Anzahl an Stoff erklärt, die für die erste Gugel verbraucht wurde. Im Jahr 2013 übernahm eine Schneiderin aus Meersburg, die sich auf mittelalterliche Gewandungen spezialisiert hat, die Herstellung des kompletten Häs.

    Unsere Premiere feierten wir mit einer kleinen Dreiergruppe beim großen Narrentreffen der Vereinigung Schwäbisch Alemannischer Narrenzünfte in Konstanz im Jahr 2012. Seither wurden unsere Reihen im begnadete Parcoursläufer erweitert die uns jedes Jahr aufs Neue mit ihren Sprüngen und akrobatischen Auftritten begeistern.

  • Wie der Harlekin in die Stadt kam

    Einst Narren und Berater am Hof' des großen König Sigismunds, brach sich der Schalk zu oft die Bahn und was aus Furcht niemand sonst zu sprechen wagte, riefen die Narren frei heraus. Wer Wahrheit spricht, sei sich bewusst, dass dies nicht immer einfach ist. Missgunst und Tyrannei sind Feinde wahrer Worte und da sie seit jeher mit den Mächtigen sind, war die Verbannung eine milde Strafe. Doch traf sie tief ins Herz der Narren, die fest verwurzelt sind mit diesem Land. So streifen sie rastlos umher und nur zur Fasnachtszeit, wenn alles Volk bunt und unerkannt bleibt in den Gassen, wagen sich die Harlekin zurück dorthin, wo sie verbannt.

    Die Pracht der einstigen Hofnarren ist längst vergangen, die Jahrhunderte des Glanzes lang vorbei. Gequält von Unrast und zerschunden durch die Seelenpein, ja als Schatten ihres früheren Selbst, stehlen sich die Harlekin durch die Tore in die Stadt, um sich an frühere Zeiten zu erinnern.

  • Narrenfahrplan

    03.02.2016, 20:00 - Auflösung Butzenlauf, Münsterplatz
    04.02.2016, 06:01 - Wecken, Schnetztor
    04.02.2016, 14:30 - Narrenbaumsetzen Laugelegumper, DAK
    04.02.2016, 18:45 - Unterstützung Hemdglonker, Münsterplatz
    05.02.2016, 17:30 - Monsternarrenbaumstellen, Gebhardstraße
    07.02.2016, 14:00 - Sonntagsumzug
    09.02.2016, 15:00 - Kärrelerennen, Marktstätte
    09.02.2016, 23:59 - Verbrennung Laugele, Obermarkt